Vasalie ist verzweifelt: Sie hat ihr Leben gegeben, um Anton, König von Ostmiridan und ihr Geliebter, zu retten. Doch Anton, der ein Bündnis mit Moranya, der Schicksalsgöttin, geschlossen hat, holt Vasalie von den Toten zurück, weil er sich ein Leben ohne sie nicht vorstellen kann. Dafür zahlt er jedoch einen hohen Preis: einen Splitter seiner Seele, das Gute in seinem Herzen. Anton verliert jegliche Erinnerung an Vasalie, seine Freunde hält er für Verräter, die ihm sein Königreich rauben wollen. Er ist nur noch ein schwacher Abglanz seiner selbst: arrogant, egoistisch und nur auf sein eigenes Vergnügen bedacht. Derweil droht den Ländern des Kronenbundes ein neuer Krieg: Vasalies Vater, nun König von Brissental, steht kurz davor, in Razam einzufallen, dem Reich von Antons Verbündeten um Königin Sadria und ihren Söhnen.
Im Reich der Toten
Im Verbund mit Antons Gefolgsleuten versucht Vasalie, den Rat der Kronen von der Schuld ihres Vaters zu überzeugen, der mit seinen Intrigen die Macht im Kronenbund an sich reißen will und für den Tod von König Rurik und König Illian verantwortlich ist. Doch ihr Vorhaben misslingt, sie muss fliehen, um nicht den Rest ihres Lebens in der Gefangenschaft ihres Vaters zu verbringen. Vasalie sieht nur noch eine Chance: Sie muss sich selbst zur Schicksalsgöttin begeben, die in ihrem Totenreich jede neue Seele begrüßt und aufgrund der in ihrem Leben begangenen Taten prüft und aburteilt. Durch ein magisches Portal gelingt ihr als Sterbliche tatsächlich der Zutritt in die Unterwelt, doch zu ihrem großen Erschrecken muss sie feststellen, dass inzwischen Anton als Moranyas Stellvertreter über das Land der Toten herrscht.
Sein Volk und seine Freunde scheinen im egal zu sein – für ihn zählt nur noch das Vergnügen und die Macht, die er über das Schicksal der Toten ausüben kann. Um Anton für die Welt der Lebenden zurückzugewinnen, setzt Vasalie alles auf eine Karte: Mit der Magie ihrer Tänze versucht sie, seine Aufmerksamkeit zu fesseln und seine Liebe, nicht nur für sich selbst, sondern auch für das Leben an sich, erneut zu wecken. Viel Zeit bleibt ihr nicht, denn das Totenreich zerrt an ihren ohnehin geringen Kräften und ihr Vater steht mit seinen Truppen bereits an der Grenze von Razam. Einzig Anton kann mit seinem Erscheinen vor dem Kronenbund noch den Sieg der bösen Mächte verhindern.
Ungewöhnliche Heldin mit Schwächen
Vasalie ist eine ungewöhnliche Heldin: Sie ist weder eine kriegerische Amazone, noch besitzt sie magische Fähigkeiten – einzig und allein auf ihre Kreativität und ihr künstlerisches Geschick sowie auf ihre Risikobereitschaft, die sie immer wieder in tödliche Gefahren bringt, kann sie noch bauen. Im Reich der Toten ist sie zudem völlig schutzlos: Sollte auffallen, dass sie als Lebende unter den Seelen der Toten weilt, wäre auch ihr Schicksal endgültig besiegelt. Während sie verzweifelt nach einem Weg sucht, Anton seine Seele und sein Herz zurückzubringen, wird sie immer schwächer und schwächer – die Unterwelt zerrt an ihren ohnehin kaum noch vorhandenen Kräften. Wenn sie überleben will, muss Vasalie alles auf eine Karte setzen: Nur ein Handel mit der Schicksalsgöttin selbst kann den Krieg jetzt noch aufhalten und ihre Chance auf ein gemeinsames Leben mit Anton retten. Wird es Vasalie gelingen, Moranya rechtzeitig zu finden und für das Schicksal der Lebenden zu gewinnen? Wie viel ist sie bereit, dafür zu opfern?
Spannendes Intrigenspiel um Liebe und Tod
To Dance with Death – Die Schicksalsgöttin ist der zweite und abschließende Band der Romantasy-Dilogie der amerikanischen Autorin Brittney Arena. Wer große Schlachten und Schwertgeplänkel sucht, ist hier eher fehl am Platz. Wer höfische Intrigen zu schätzen weiß und dabei auch einer spannungsgeladenen Romanze nicht abgeneigt ist, ist dagegen genau richtig. Wie schon der erste Band – A Dance of Lies – Die Spionin (jetzt auch als Taschenbuch erhältlich) – ist auch dieses Buch, wie in der Hobbit Presse üblich, in einer wunderschönen Hardcover-Ausgabe mit rundum gestaltetemFarbschnitt, golden schimmernden Druck auf dem Schutzumschlag und einer silber geprägten Buchdecke sowie farbig gestaltetem Vor- und Nachsatz und Lesebändchen erschienen ist. Beide Bücher sind eine wahre Pracht im Regal.
