Osterieds Sternenreise

Einmal quer durch Star Trek: #063: Von dunklen Auswüchsen über das Gleichgewicht der Kräfte bis zu Picards miesem Gedächtnis

© Paramount

Peter Osteried reist durch über 50 Jahre „Star Trek“ und lässt uns an seinem Rewatch teilhaben. Heute Tag 109.

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Hier geht es zur Übersicht der Reihe, sollte jemand die vorigen Ausgaben verpasst haben. Bei Tag 1 finden sich auch einleitende Worte. Wir wünschen gute Unterhaltung!

Tag 109

Das Pegasus-Projekt ist eine herausragende Folge. Zwei hintereinander, das ist man in der siebten Staffel echt nicht gewöhnt. Es geht um das Bergen der Pegasus, die vor zwölf Jahren zerstört gewähnt wurde. Ein Admiral des Geheimdienstes leitet die Mission, weil an Bord eine Tarnvorrichtung ist, die alles verändern könnte, aber auch gegen einen Vertrag mit den Romulanern verstößt. Einerseits funktioniert die Folge sehr gut, weil Riker in einen Zwiespalt gerät und sich diesmal anders entscheiden muss, als vor zwölf Jahren, als er ein Fähnrich an Bord der Pegasus war, andererseits, weil ein Schatten auf die Sternenflotte fällt. Man könnte sagen: Dies ist das erste Mal, dass dunklere Auswüchse gezeigt werden, etwas, das mit Sektion 31 in Star Trek: Deep Space Nine noch stärker an Gewicht erlangte.

Auf der anderen Seite: Der Vertrag, der der Föderation die Nutzung von Tarntechnologie verbietet, ist natürlich fragwürdig, weil er ein Gleichgewicht der Kräfte ausschließt. Genau dieses ist aber, was Kriege verhindert: Die Angst, dass der Gegner mit gleichen Mitteln zurückschlagen kann.

Leider folgt im Anschluss Die oberste Direktive. Die Folge ist allenfalls solide. Worfs Bruder Nikolai rettet eine Dorfgemeinschaft einer sterbenden Welt, indem er sie auf das Holodeck beamt. Eigentlich hätte er sich nicht einmischen dürfen, im Grunde wollte die Föderation alle auf dem Planeten sterben lassen. Einige wenige konnten nun gerettet werden und werden umgesiedelt, ohne dass sie es merken. Es ist ein Moralstück, das aber nur bedingt funktioniert. Denn sicher ist es schön, wenn die oberste Direktive verbietet, dass Einfluss auf Vor-Warp-Kulturen genommen und diese dadurch verändert werden. Aber man erhält eine Kultur auch nicht, indem man zusieht, wie das Volk, das diese Kultur hat, in einem planetaren Kataklysmus ausgerottet wird. Gerade Picard hätte nach Das zweite Leben dies weit mehr verstehen müssen, als er hier zeigt.

Peter Osteried schreibt auch Bücher. Dazu gehören folgende Werke:

Geschichten aus Geektown (Roman)

Mord in Geektown (Roman)

Interview mit Marilyn Monroe (Roman)

Es lebe der Planet der Affen

Es lebe Battlestar Galactica

Die Babylon 5-Chronik – Band #1

Die Babylon 5-Chronik – Band #2

Die Babylon 5-Chronik – Band #3

Die Babylon 5-Chronik – Band #4

Die Babylon 5-Chronik – Band #5

Die Babylon 5-Chronik – Band #6

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Er ist außerdem Herausgeber und Redakteur der Zeitschriften MOVIESTAR, MOVIESTAR RETRO, TV SERIEN HIGHLIGHTS und DVD BLURAY SPECIAL aus seinem IMMUNDULA VERLAG.

Die Zeitschriften gibt es auch im Shop beim Verlag in Farbe und Bunt.

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